Die litauische Pianistin Gaiva Bandzinaite studierte Konzertfach Klavier und anschließend Liedbegleitung. Sie schloss beides mit Auszeichnung ab (Förderungspreis des Kultusministerium Österreich).
Seit 1995 lehrt sie an der Universität Mozarteum Salzburg, u.a. musikalische Einstudierung.

Bei zahlreichen Konzertauftritten begleitete sie Sänger wie Violeta Urmana, Wolfgang Holzmair, Konrad Jarnot, Birgid Steinberger, Jekaterina Tretjakova, Maria Nazarova u.a. Sie trat im Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie im Gasteig München, beim Festival du Lied Fribourg, beim Vilnius und dem Thomas Mann Festival auf.

Gaiva Bandzinaite nahm das gesamte Liedschaffen von M. Kogoj (mit ihrer langjährigen Liedpartnerin Barbara Jernejcic-Fürst) auf und war Aufnahmeleiterin des 2019 erschienenen und viel beachteten Soloalbums von Kristian Benedikt „Tenore di forza“.

Die Pianistin arbeitete mit Sängern wie Sir Willard White oder Inge Borkh und begleitete ferner Meisterklassen von Elisabeth Schwarzkopf, Thomas Hampson, Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender, Lilian Sukis, Kurt Widmer, Breda Zakotnik und Helmut Deutsch.

Sie ist langjährige Begleiterin des Internationalen Mozartwettbewerbs in Salzburg sowie des Wettbewerbs „Debut“. Sie arbeitete mit den Salzburger Festspielen zusammen, 2013-2014 war sie zudem Studienleiterin des Young Singers Projekts.

Gaiva Bandzinaite wurde öfters als Solocoach an die Staatsoper Vilnius und als Gastprofessorin an der Universität Kaunas eingeladen. Sie gibt regelmäßig Meisterklassen an den Musikakademien in Vilnius und Kaunas.

Als Korrepetitorin war sie bei Produktionen in Luxemburg, am Theater an der Wien, bei Festivals wie Salzburger Festspiele, Steirischer Herbst oder Styriarte tätig.

Ein weiteres Interesse der Pianistin gilt der Zusammenwirkung verschiedener Künste: zum Beispiel trat sie in einer Konzertreihe des Konzerthauses Wien (O-Ton) zusammen mit der Schriftstellerin Margriet de Moor und der Sängerin Johanna von der Deken auf. Auch leitete sie im Palais Wittgenstein in Wien als Mitglied der Künstlervereinigung Varwe Musica ein Symposium, bei dem es um das Verhältnis zwischen Malerei und Musik des 20. Jahrhunderts ging.